Bella Italia mitten in Berlin – mit Ramazzotti und „Luisa kocht“

Eine Einladung zu einem Abend italienischer Esskultur kann man generell schlecht ausschlagen. Wenn man jedoch wie ich gerade 2,5 Wochen durch Asien gereist ist und sich geschlagene 18 Tage von Curry, Reis, Asia-Nudeln, gedämpftem und frittiertem Getier ernährt hat, ist das quasi unmöglich. Schon beim Lesen der Einladung dachte ich an frische Pasta mit fruchtiger Tomatensauce, an leckere Antipasti mit würzigem Olivenöl und zuckrige Desserts mit jeder Menge Mascarpone. Hach, bella Italia – und das mitten in meinem geliebten Berlin!

Zu Gast im Private Roof Club in Berlin verschlägt einem dann aber erstmal die fabulöse Aussicht den Atem: Zwischen Kreuzberg und Friedrichshain, dem Himmel arg nah und dem Foodheaven noch viel näher, konnte man sich durch raffinierte Drinks mit Aperitivo Rosato testen – ich nenn ihn mal „den Mädchendrink“ von Ramazzotti. Mein persönlicher Favorit nach wie vor der Rosato Mio: Simpel aber traumhaft frisch und sommerlich – mit Aperitivo Rosato, prickelndem Prosecco, Eis und frischen Basilikumblättern. Neu für mich als eigentlicher Wein- und Champagnertrinker und Mix-Drinks-Verschmäher der Rosato Sensa. Hier trifft der Aperitivo auf Rosé-Wein, Sodawasser, Eis, Minze und Himbeeren. Gibt es dann beim nächsten Mädelsabend!

Erster und auch letzter Link zu meinem Asienaufenthalt: Frittiertes gab es hier auch 🙂 Luisa Giannitti, gebürtig aus Neapel aber mehr als angekommen im foodverliebten Berlin, verwöhnt ihre Gäste grundsätzlich mit italienischer Küche mit Twist. Zum Aperitif hieß das frittierte italienische Teigfladen mit unfassbar fruchtiger, geschmacksintensiver Tomatensauce und Mozzarella. Käse können die Asiaten ja mal so gar nicht, die Italiener dafür umso besser. Generell ist die italienische Küche eine, deren Wert so mancher Foodrebell und Essenstrendsetter zurzeit ein bisschen vernachlässigt. Zu Unrecht. Auch wenn jetzt gerade Verzicht bei vielen ganz oben steht und der Lunch den meisten am besten schmeckt, wenn darin Worte wie Quinoa, Chiasamen, Matcha oder aber wenigstens und mindestens Kürbis oder Kimchi vorkommen; die italienische Küche gehört mehr denn je wertgeschätzt! Top-Zutaten, gute Produkte, simple Rezepte, die dennoch immer wieder einen Wow-Effekt auslösen – bella Italia bietet einfach schmackhafte Gerichte in Qualität wie beim Muttern: Und Luisa beherrscht genau diesen Stil wie keine andere.

Den Rest des Abends wurde an langer Tafel und in direkter Nähe zur offenen Küche verbracht – in der die sympathische und lebhafte Luisa ihrer Leidenschaft nachging und unsere Leidenschaft damit anfachte … rein kulinarisch selbstverständlich. Luisa kocht …. selbst gemachte Ravioli, säuerlicher Endiviensalat mit Oliven (Favorit!), Kapern und Pinienkernen, Aubergine mal anders und kalorienreiche aber dennoch leichte Chantilly-Creme haben den Abend versüßt. Der Endiviensalat schafft es definitiv auf den nächsten italienischen Abend bei mir zuhause – für den Auberginenauflauf mit San Marzano-Tomaten, würzigem Scamorzakäse und frischem Basilikum bin ich gern noch einmal Gast bei Luisa.

Klassischen Ramazzotti gab es natürlich auch. Voller Kräuter und mit jeder Menge Würze und ansprechend serviert. Ein bisschen Pasta hier, ein interessanter Aperitif und Digestif, gut gelaunte, lebensfrohe Gäste und eine original italienische Köchin mit viel Charme und Gastgeberqualitäten – da hatte man gleich das Gefühl einen Ausflug nach Italien gemacht zu haben. Damit das auch zuhause möglich ist, gab es tolle Geschenke. Geschenke? Goodiebags? Da denkt man gleich: Ach, sowas kriegen diese Blogger oder generell die schreibende Zunft doch ständig. Stimmt auch, kriegen wir tendenziell sicher öfter als andere. Was aber auch stimmt: Die meisten Goodiebags sind eher traurig. Meckern auf hohem Niveau denkt der ein oder andere vielleicht – aber das möchte ich weiß Gott nicht. Ich will bzw. muss auch gar nichts geschenkt haben. (Wirklich nicht!) Wenn im vermeintlichen Geschenketütchen, dann aber dann wirklich nur Werbeflyer sind, verliert das Wort Goodie irgendwie seine Bedeutung. Nicht so bei Ramazzotti: Neben einem Fläschchen Aperitivo Rosato und einer Tasse für original italienischen Kaffee oder Espresso, freut sich meine Küche über eine neue tolle Pfeffermühle. Daumen hoch, für denjenigen, der dieses kleine italienische Set perfekt zusammen gestellt hat.

Das Image des Familienschnaps‘, der gern auch mal von Mama aus dem Büffetschrank geholt wird, ist Ramazzotti spätestens mit Aperitivo Rosato los. Ist euch nicht hipp genug? Der moderne Ramazzotti-Trinker schlürft den Aperitivo jetzt mit Mate – im Rosato Sole. Probieren geht über studieren – I promise!

Fotos: Maren Aline Merken & Ulf Büschleb

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