Midnight in Paris

Written by Julian, Berlin 30. Oktober 2015

Dank Courvoisier durfte ich nicht nur nach Paris fliegen und an einem obskurem, aber einzigartig schönem Launch Event Im Eiffelturm teilnehmen, sondern auch an einer privaten historischen Tour durch Paris.

Die kurze Reise hatte offensichtlich ein bestimmtes Thema; der Re-Launch des Cognac‘s Courvoisier und seine Rolle in der Belle Epoque; damals wie heute wurde auf Feierlichkeiten mit dem Cognac angestoßen.

 

Das Thema war schwer zu übersehen sobald wir mit dem Aufzug in die erste Etage des Eiffelturms befördert wurden. Das Design der Courvoisier Flasche, welches die charakteristische Stahlkonstruktion des Eiffelturms aufgreift, wurde auf die Party übertragen. Es gab hochwertige Courvoisier-Cocktails, Fingerfood und der gesamte Raum wurde in für den Cognac typisch violettes Licht getaucht. Das Entertainment-Programm war authentisch für die Zwanziger Jahre: eine live spielende Swing-Band, euphorische Polka-Tänzerinnen, usw.

 

Im Kontrast zur lauten Party stand die kleine private Führung durch Paris am nächsten Morgen, angeführt von einer charmanten Kunsthistorikerin.  Unsere Stopps waren unter anderem mehrere für den Jugendstil repräsentative Altbauten, das „Les Invalides“, und Brasserien wie „Les Deux Maggots“ oder „Café de Flore“, in denen sich Ikonen des zwanzigsten Jahrhunderts wie Jean-Paul-Sartre oder Picasso aufhielten und zusammen philosphierten.

 

Was mir besonders auffiel war die Betonung der Kunsthistorikerin darauf, was die Belle Epoque für eine schöne und sorglose Zeit war. Die Franzosen waren finanziell gesichert und konnten optimistisch in die Zukunft von Kultur, Technik und Politik blicken. An dem puren Lebensgenuss, den unsere Tourführerin beschrieb, schien mir ein Haken zu sein, und als ich nachfragte, stellte sich heraus dass die Euphorie der Belle Epoque im Grunde nur in Cafés, den Brasserien, Ateliers und Cabarets, und somit nur für das gehobene Bürgertum stattfand. Landarbeiter, Bauern und Sklaven hatten nach wie vor wenig zu lachen.

Das altbewährte Fouquet‘s war die abschließende Krönung der Tour, und obwohl es am Abend zuvor im Eiffelturm Cocktail-Verkostungen zu Genüge gab, haben die gezuckerten Courvoisier-Mischgetränke die im Fouquet‘s serviert wurden den Alkoholrahmen nicht gesprengt (wahrscheinlich macht der ganze Zucker den Alkohol verträglicher).

Generell fühlte sich der kurze Urlaub mehr an wie Woody Allen‘s „Midnight in Paris“ als eine Werbefahrt. Um diese 24 Stunden die ich in Paris hatte grob nachzuempfinden, empfehle ich oben genannten Film und ein kleines Glas Courvoisier.

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